Den Schlaf positiv beeinflussen

Ohne ausreichend Schlaf kann sich der Körper nicht ausreichend regenerieren. Was mit schlechter Laune und mangelnder Konzentration beginnt, kann über längeren Zeitraum zu falschen Wahrnehmungen und psychischen Störungen führen. Über Nacht nutzt der Körper die Ruhe, um sich neu aufzustellen. Das Gehirn verarbeitet den Tag und das Immunsystem, sowie die einzelnen Zellen können sich erholen und erneuern. Dieser Kreislauf sollte nicht gestört werden. Im Gegenteil – um dauerhaft gesund und voller Energie durch den Tag zu gehen, sollte man den eigenen Schlaf unterstützen.

Tagsüber vorbereiten

Auch in Sachen Schlaf ist Vorbereitung das A und O. Dies lässt sich ganz einfach in den Tagesablauf einbauen. Die Lösung liegt in Bewegung und frischer Luft. Diese beiden Faktoren beeinflussen nicht nur den Schlaf, sondern wirken sich auch positiv auf die Gesundheit aus. Wird der Morgen beispielsweise mit einer kleinen Joggingrunde gestartet oder nach Feierabend eine kurze Radtour absolviert, sind gleich beide Bedürfnisse abgedeckt. Natürlich sind die Aktivitäten auch wetterabhängig, doch gibt es unzählige Möglichkeiten für alle.

Ideal wäre natürlich, Sport und Natur zu vereinen. Ist das jedoch einmal nicht möglich, kann man auch versuchen, zumindest einen dieser Punkte zu erfüllen. Wer gerne weiter auf Bewegung setzt, kann sein Fitnessstudio aufsuchen oder auch zuhause ein Workout absolvieren. Dank dem aktuellen Stand der Technik sind hier keine Grenzen gesetzt.

Sollte der Fokus jedoch mehr auf der frischen Luft liegen, genügt es, sich einen Platz auf dem Balkon, der Terrasse oder einer Parkbank zu suchen. Mit einem Buch oder der Lieblingsmusik im Ohr ist das eine entspannende Auszeit. Kinder sollten täglich mindestens 1 bis 2 Stunden draußen sein. Bei Erwachsenen sind oft auch 15 bis 20 Minuten ausreichend, um mit dem Tageslicht das Immunsystem zu stärken.

Äußere Einflüsse ausschlaggebend

Die ideale Schlafzimmertemperatur liegt bei 16 bis 18 Grad. Da man sich im Schlaf nicht bewegt, fahren die Körpertemperatur und die Herzfrequenz herunter. Die Konzentration liegt auf der Regeneration und dafür muss ein kühler Kopf bewahrt werden.
Auch die Luftfeuchtigkeit beeinflusst das Wohlbefinden im Schlafzimmer. Um hier das Ideal zu erreichen, sollte man mit einem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit messen und entsprechend anpassen. Hier liegt der ideale Mittelwert bei 40 bis 60 Prozent. Ist sie niedriger, können eine aufgestellte Schale mit Wasser oder auch ein spezieller Befeuchter helfen. Um den Feuchtigkeitsgehalt dagegen zu senken, hilft regelmäßiges Stoßlüften. Vor allem morgens ist ein solches Lüften besonders effektiv.
Zusätzlich sollte außerdem darauf geachtet werden, dass sämtliche unnötige Lärm- und Lichtquellen aus dem Schlafzimmer verbannt werden. Das Licht würde die innere Uhr und somit auch den Schlafrhythmus stören, Gleiches gilt für Geräusche.

Abendroutine ist wichtig

Grundsätzlich gilt: Wer eine eigene Routine hat, ist entspannter. Eine Abendroutine ist daher besonders wichtig. Ist der Ablauf vor dem Zu-Bett-Gehen geregelt, kann sich der Körper schon vorab entspannen und sich auf den Schlaf einstellen. Die abendliche Pflege, wie Abschminken oder Zähne putzen lässt sich beispielsweise sehr gut in diese Routine mit einbinden. Danach folgen die Schlafklamotten. Je nach Geschmack und Bedürfnis, kann vor dem Schlafen noch gelesen, ein Hörbuch gehört oder sich unterhalten werden.

Wichtig ist, dass keine extremen Reize mehr auf den Körper eintreffen. Experten empfehlen somit, schon zwei Stunden vor dem Schlafen gehen auf das Handy und den Fernseher zu verzichten. Helles Licht oder der Einfluss mehrerer Faktoren wie Bild und Ton gleichzeitig, stören die Ruhe.

Zu einer richtigen Routine zählt außerdem eine feste Zu-Bett-Geh-Zeit. Gerade sensible Schläfer sollten das berücksichtigen. Der Körper verfällt so in einen Rhythmus und signalisiert sich selbst nach einiger Zeit, wann er schlafen sollte. Wer müde ist, kann auch besser schlafen.

Weitere Faktoren berücksichtigen

Um einen guten Schlaf zu gewähren, sollte auch die Ausstattung des Schlafzimmers stimmen. Hat die Matratze den richtigen Härtegrad und das Kissen die perfekte Größe und Füllung, schläft es sich gleich besser. Wichtig bei der Kissenwahl: Die Halswirbelsäule sollte immer in der natürlichen S-Form gelagert sein.

Auch die Bettdecke sollte den persönlichen Umständen und der Jahreszeit angepasst sein. Im Winter darf es ruhig eine wärmere Daunendecke sein, während im Sommer auch ein dünnes Exemplar genügt.

Wird das Bett zudem regelmäßig ausgelüftet und frisch bezogen, fördert das ebenfalls den Wohlfühlfaktor. Idealerweise sollte ein Bettwäschewechsel bereits nach zwei Wochen erfolgen, so können sich auch keine Milben oder Ähnliches einnisten. Bei dieser Gelegenheit kann auch die Matratze gedreht werden, sodass keine Liegemulde entsteht. Die Schlafhaltung und somit der Schlaf werden dadurch gut unterstützt.